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Getreidemarkt und Ölsaatenmarkt

  markttipps

Die Getreidemärkte zeigen ein gemischtes Bild: Während die Weizenkurse an der MATIF weiter nachgeben, erhält der US-Markt Rückenwind durch überraschend niedrige Weizenflächen und -bestände. Mais kann seine Gewinne ausbauen, Raps gerät dagegen im Zuge schwächerer Pflanzenölmärkte deutlich unter Druck.

An der Matif setzte sich der negative Trend weiter fort und zum vierten Mal in Folge schlossen die Weizenkurse im Minus. Der Frontmonat gab 1,50 auf 202,00 €/to nach und die nachfolgenden Termine verloren jeweils 0,50 €/to. Hier lagen die Schlusskurse zwischen 208,75 und 217,00 €/to. Die freundlicheren Vorgaben aus Übersee verhinderten größere Verluste. Die Maisnotierungen legten dagegen weiter zu und der August notierte am Tagesende mit 236,00 €/to (+2,00).

 

Der gestrige Flächen- und Bestandsbericht des USDA brachte einige Überraschungen für die Marktteilnehmer. Das US-Ministerium schätzt die Anbaufläche beim US-Weizen auf 42,74 Mio. acres und liegt damit unterhalb der Erwartungen im Vorfeld mit fast 43,9 Mio. acres. Im Vorjahr wurde auf über 45,3 Mio. acres Weizen angebaut. Auch die US-Weizenbestände zum 1. Juni lagen mit 920 Mio. Bushel unter den Prognosen und unterstützten die Notierungen zusätzlich. Entsprechend legten die Kurse zu und in Chicago schloss der September mit 589,25 US-Cent/Bushel (+9,50). Der gleiche Termin konnte an der Börse in Kansas um 10,50 auf 625,25 US-Cent/Bushel zulegen und auch in Minneapolis gab es festere Schlusskurse.

 

Im Sog des schwächeren Roh- und Pflanzenölsektors ging es für die EU-Rapssaatfutures am gestrigen Handelstag deutlich nach unten. Der Frontmonat August 2026 verlor an der Euronext 7,50 Euro/t und schloss bei 505,25 Euro/t. Die nachfolgenden Liefertermine notierten zwischen 3,00 und 7,00 Euro/t schwächer. In Winnipeg konnte der bald auslaufende alterntige Juli-Kontrakt 2026 um 4,80 Can-$/t auf 741,20 Can-$/t zulegen. Die kanadischen Canola-Futures der neuen Ernte gerieten hingegen unter Abgabedruck und schlossen unisono im roten Kursbereich. Statistics Canada hatte gestern die Canola-Anbaufläche für die Saison 2026/2027 mit 23,44 Mio. Acres (Vorjahr 21,62 Mio. Acres) auf einen neuen Rekordwert geschätzt. Heute bleibt die ICE bleibt aufgrund des "Canada Day" geschlossen.

 

Während die Sojabohnen- und Sojaschrotkurse am Dienstag kleinere Notizgewinne an der CBoT verbuchten, gerieten die Sojaölnotierungen kräftig unter Druck und beendeten den Börsentag deutlich im Minus. Das USDA hatte in seinem gestrigen Sojabohnen-Anbauflächenbericht mit 85,37 Mio. Acres nahezu genau das Mittel der vorherigen Analystenprognosen getroffen. Im Vorjahr betrug die Anbaufläche 81,22 Mio. Acres. Die US-Sojabohnenbestände zum 1. Juni 2026 wurden vom USDA auf 1,06 Mrd. Bushel taxiert und lagen damit sehr nahe an dem Mittel der Analystenschätzungen von 1,05 Mrd. Bushel.

ZMP

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